Uniform

Der Einsatzersthelfer

David Angerpointner-Sonntag
Niklas Vatterodt
Lesezeit 3 Minuten
Dummys sind Bestandteil der ErsthelferAusbildung

In der Ausbildung können die Studierenden an Dummys üben.

Credit: Niklas Vatterodt
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Die Erfahrungen aus den Auslandseinsätzen haben die medizinische Ausbildung der Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr nachhaltig geprägt und wesentlich verbessert. Die verschiedenartigen Bedrohungslagen in den Einsatzgebieten ermöglichten es, umfangreiche Erfahrungen mit Verletzungsmustern aus Gefechtssituationen machen zu sammeln und diese in die Ausbildungsgrundsätze der Sanitäterinnen und Sanitäter, sowie der gesamten Truppe einfließen lassen. 

Auch die Erkenntnisse aus dem Krieg in der Ukraine werden bereits ausgewertet, um das Fähigkeitsspektrum der Ersthelferinnen und Ersthelfer an neue - oder auch bekannte - Szenarien anzupassen. "Durch diese Erfahrungen konnten bereits jetzt Daten erhoben werden, welche Verletzungsmuster am häufigsten aufgetreten sind, oder durch welche Verletzungen die größte Anzahl der Verwundeten gestorben ist. Besonders wichtig sind Daten zur Erhebung von vermeidbaren Todesfällen, zum Beispiel durch ungestillte Extremitätenblutungen. So können Ausbildungsdefizite erkannt und behoben werden", sagt Frau Oberstabsarzt Dr. Beck von der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München. 

Die Sanitätsausbildung der Bundeswehr findet zweigleisig statt: die standardisierte Ausbildung im Rahmen von IGF (Individuelle Grundfertigkeiten) und die einsatzspezifische Ausbildung in der Truppe.

An der Universität der Bundeswehr findet die IFG-Ausbildung seit dem Ende der Corona-Schutzmaßnahmen wieder in Präsenz statt. In unserer Multimediastory zeigen wir Eindrücke von der Ersthelferausbildung.

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David Angerpointner-Sonntag
Niklas Vatterodt